Zwetschken Ast

Zwetschken Frisch gepflückt, gleich genießen!

Wer keinen Zwetschkenbaum im Garten hat, kauft sie am besten auf dem Wochenmarkt oder ab Hof! Nur dort kann man sicher sein, dass sie frisch gepflückt aus heimischem Anbau kommen.

Trotz der ungewöhnlichen Witterung in diesem Sommer gibt es genug Früchte für den Frischgenuss und zum Einkochen! Zwetschken müssen im genussreifen Zustand geerntet werden, weil sie nicht nachreifen. Man sollte gleich dort zugreifen, wo man die Frische am grünen Stiel und der schön gespannten Schale erkennt. Heuer sind sie oft ein wenig kleiner als sonst, überzeugen aber durch ihr köstliches Aroma und ihren süßen Geschmack.

Haben Sie gewusst, dass die zarte Wachsschicht auf den Zwetschken Beduftung genannt wird?

Liebhaber genießen die Zwetschken frisch und kennen die verdauungsfördernde Frucht auch als Hausmittel. Gleichzeitig legt man sich einen Vorrat an, eignen sich die Zwetschken doch für die Zubereitung von Mus, Marmelade, Powidl, Fruchtpaste, Kompott, in Weinbrand, Rotwein oder süß-sauer eingelegt und als Zwetschkenröster. Der anregende Duft der Gewürze beim Kochen macht Appetit, ihn als Beilage zu einer süßen Mahlzeit zu verkosten.

Die Zwetschke hat eine lange Geschichte: Ihre ursprüngliche Form stammt vermutlich aus der Gegend um die syrische Hauptstadt Damaskus und wurde deshalb auch als „Damaskus-Pflaume“ bezeichnet. Vor rund 2.000 Jahren brachten die Römer sie nach Mitteleuropa. Botanisch gesehen ist die Zwetschke keine eigene Pflanzenart, sondern eine Unterart der Pflaume (Prunus domestica). Von den meist rundlichen Pflaumen unterscheidet sie sich durch ihre länglich-ovale, zugespitzte Form und die ausgeprägte Bauchnaht. Ihr festes Fruchtfleisch enthält vergleichsweise wenig Wasser und zerfällt beim Erhitzen nicht so leicht – dadurch eignet sich die Zwetschke besonders gut zum Backen, ohne den Kuchenboden aufzuweichen. Außerdem gehört sie zu den nicht-klimakterischen Früchten: Nach dem Pflücken reift sie nicht mehr nach und sollte daher bereits reif geerntet beziehungsweise gekauft werden.

Zwetschkenröster

Zutaten
  • 1 kg Zwetschken
  • 1/16 l Wasser
  • 200 g Wiener Brauner Rohrzucker kristallin
  • 2 Gewürznelken
  • 1 Zimtstange
  • Schale und Saft einer Bio-Zitrone
Zubereitung

Die Zwetschken waschen, halbieren und entkernen.
Wasser mit Zucker und Gewuürzen ein Mal aufkochen, die Zwetschken hineingeben, mit Zitronenschale und -saft bei schwacher Hitze so lange kochen, bis die Früchte beginnen, in weiche Stücke zu zerfallen.
Die Gewürze entfernen, in vorbereitete Gläser füllen und gut verschließen.

Tipps: Wer gern ein geistiges Aroma hat, verfeinert den Zwetschkenröster mit 1 EL Slibowitz.
In Marmeladegläsern hält er sich einige Wochen im Kühlschrank, man kann ihn aber auch einfrieren (bis 6 Monate haltbar).

Grießschmarren

Zutaten
  • 500 ml Milch
  • abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • Mark einer Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Feinkristallzucker
  • 20 g Butter
  • 200 g Weichweizengrieß
  • 2 Eidotter

zum Rösten

  • 100 g Butter
  • 2 EL Feinkristallzucker
  • nach Belieben Rosinen (in Rum eingeweicht)
  • nach Belieben kleine Stücke von geschältem Apfel
  • Staubzucker zum Bestreuen
Zubereitung

Die Milch mit den Gewürzen, Zucker und Butter erhitzen.
Den Grieß unter Rühren hineinlaufen und zu einer dicken Masse werden lassen.
Von der Kochplatte nehmen und unter wiederkehrendem Umrühren abkühlen.
Die Eidotter gut in die Masse rühren.

In einer Pfanne die Butter schmelzen, die Grießmasse hineingeben, unter laufendem Wenden mit der Backschaufel zerkleinern und goldgelb werden lassen.
Zucker daraufstreuen, den Schmarren umdrehen, damit der Zucker karamellisiert.

Schlemmereck von Brigitte Mramo


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