Rasen düngen

Rasenpflege ab März

Im März ist der Winter meist zu Ende, der Schnee ist weg und die Temperaturen werden konstant wärmer. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt um mit der Rasenpflege zu beginnen.

Säubern der Rasenfläche

Sobald also der Boden frostfrei ist und die Tagestemperaturen dauerhaft über 7 bis 10°C liegen, können Sie mit der schrittweisen Sanierung beginnen.

Bevor mechanische Geräte zum Einsatz kommen, muss die Fläche vorbereitet werden. Entfernen Sie mit einem Rechen Herbstlaub, Äste und abgestorbenes Material, das seit vergangenem Herbst über die kalte Jahreszeit hinweg auf dem Boden gelandet ist. Dies belüftet die Halme und verhindert Fäulnis.

Kalken und Düngen

Die Nährstoffzufuhr ist der Motor für das Frühjahrswachstum. Falls nötig, bringen Sie bei frostfreiem Wetter Kalk aus. Ab einer Bodentemperatur von zirka 10°C ist die erste Frühjahrsdüngung mit stickstoffreichem Langzeitdünger ratsam. Zwischen dem Kalken und der Düngung sollten idealerweise 6 bis 8Wochen liegen, da sich die Stoffe sonst chemisch blockieren können.

Mähen und Vertikutieren

Geduld zahlt sich aus. Zu frühes Vertikutieren im kalten März kann die Regeneration verhindert. Sobald das Gras 8 bis 10cm hoch ist, erfolgt der erste Schnitt auf etwa 5cm. Vertikutieren Sie erst, wenn der Rasen nach der ersten Düngung bereits zwei- bis dreimal gemäht wurde und kräftig wächst. Der Boden sollte dafür mindestens 10°C warm sein. Bei schweren, lehmigen Böden hilft das Sanden nach dem Vertikutieren, um die Belüftung der Wurzeln langfristig zu verbessern.

Nachsaat und Reparatur

Bei kahlen Stellen schließen Sie Lücken mit hochwertigen Rasensamen erst, wenn keine Nachtfröste mehr drohen. Die Keimung erfolgt bei den meisten Sorten erst ab einer konstanten Bodentemperatur von 10 bis 12°C zuverlässig, wobei ein Bodenaktivator helfen kann, Mikroorganismen zu beleben und Filz schneller abzubauen, besonders wenn Sie nicht vertikutieren möchten.

Moos und Staunässe

Bei besonders viel Moos und Staunässe müssen Sie die Ursachen wie Bodenverdichtung, Nährstoffmangel oder zu saurer Boden beheben. Beginnen Sie daher mit einer Bodenanalyse und leiten Sie dann gezielte physikalische und chemische Maßnahmen ein. Als Sofortmaßnahmen gegen Moos harken Sie die bemoosten Flächen gründlich ab, um die Polster zu entfernen und den Rasen zu belüften.

Testen Sie den pH-Wert Ihres Bodens mit einem im Fachhandel erhältlichen Testkit. Moos gedeiht auf saurem Boden. Bei einem zu niedrigen pH-Wert (unter 5,5) sollten Sie den Rasen kalken, um den Säuregehalt zu neutralisieren. Die effektivste Methode gegen Staunässe und Bodenverdichtung ist, den Rasen zu sanden (mit speziellem Rasensand), damit verbessern Sie die Bodenstruktur langfristig und ermöglichen einen besseren Wasserabfluss. Das Wasser versickert schneller und Staunässe wird reduziert.

Nun geht es also los mit der Gartenarbeit, viel Vergnügen und wenig Kreuzschmerzen wünscht Ihnen dabei Ihr Redakteur

 


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