Dahlien im Herbst

Dahlien gehören zu einer der beliebtesten Blumensorten im Garten, sie stammen ursprünglich aus Mexiko und Guatemala und sind seit dem 16. Jahrhundert bei uns bekannt. 1575gab es erste schriftliche Aufzeichnungen durch den spanischen Arzt Francisco Hernandez.

 

Dahlien sind leider nicht mehr wirklich „modern“, wer sie aber im Garten hat, erlebt wie sie bis in den November hinein wie verrückt blühen. Damit Sie möglichst lange Freude an ihnen haben, ist es wichtig, jetzt beginnendem „Schimmel“ vorzubeugen. Es wird spürbar feuchter, die Luft ist feucht und Pilze wie Mehltau bekommen ungehindert Zutritt. Mehltau ist nicht sehr schädlich, erschöpft aber die Pflanze, und das führt meist zu weniger Blüten. Und weniger Blüten bedeuten natürlich weniger Dahlien, die man genießen kann. Um eine bessere Luftzirkulation zwischen Ihren Dahlien zu erreichen, sollten Sie einige Blätter abzupfen. Nicht wirklich viel, denn es geht vornehmlich um den unteren Teil Ihrer Pflanzen. Entfernen Sie die Blätter auf etwa 30bis 40 Zentimeter. Dadurch kann Luft leichter zirkulieren, und Blätter und Blüten trocknen nach einem Regenschauer oder einer nebeligen Nacht schneller ab. Diese Maßnahme macht in der Regel den Unterschied zwischen einer gesunden und einer kranken Pflanze aus. Dahlien pflegen ab Spätsommer Es lohnt also, ab August etwas mehr Zeit für die Dahlienpflege zu investieren und öfter einen Blick auf sie zu werfen. Welkes braunes oder gelbes Laub an der Basis sollten Sie auf jeden Fall entfernen und damit auch Pilzbefall vorbeugen. Wie schon beschrieben, nimmt im Herbst die Gefahr für Echten Mehltau zu, denn der Pilz wird durch starke Temperaturschwankungen von Tag zu Nacht, sowie hohe Luftfeuchtigkeit gefördert. Sorgfältige Pflege lohnt sich daher besonders ab September, wenn die Feuchtigkeit durch vermehrte Regenfälle zunimmt.

So überwintern Ihre Dahlien

Die ersten Nachtfröste machen den Blumen noch nichts aus. Lassen Sie sie daher so lange stehen, bis die oberirdischen Teile verwelkt sind und braun werden. So können die Knollen noch Energie daraus für den Winter ziehen. Dann aber ist es höchste Zeit für den Umzug ins Winterquartier.
Graben Sie die Knollen vorsichtig aus und befreien Sie diese von grober Erde. Am besten wäre es, die Dahlien dann auszugraben, wenn die Erde trocken ist, so lässt sich diese einfacher lösen.
Kontrollieren Sie die Dahlienknollen vor der Einlagerung auf Krankheiten. Stellen Sie Schimmel oder faulige Stellen fest, sollten Sie diese entsorgen.
Legen Sie die Knollen nun in eine Kiste und stellen Sie diese an einen dunklen Ort mit einer Temperatur zwischen 5und 8 Grad. Wichtig ist auch, dass Luft an die Knollen kann, bedecken Sie sie also nicht.

Knollen, Blüten und Blätter

Was leider nur wenige wissen: Alle Teile der Dahlie sind essbar. In Mexiko, der Heimat der Dahlien, werden ihre Knollen, Blüten und Blätter in der Küche zu vorzüglichen Gerichten verarbeitet.
Da beim Schnitt von Dahlien Blüten anfallen, an denen viele Blütenblätter noch frisch und unversehrt sind, können Sie das durchaus einmal probieren: Zupfen Sie die Blütenblätter einfach aus dem Blütenboden. Ihr Redakteur kennt das nur aus Erzählungen und aus dem Internet, da wird berichtet: „Sie schmecken roh vorzüglich. Ihre Konsistenz erinnert an zarte Salatblätter, und ihr Aroma hat leicht herbe Zitrusnoten.“ Ich verspreche Ihnen, ich werde das demnächst probieren.
Ähnlich soll es sich mit den Knollen verhalten, da fand ich im Internet etwa zur Dahlie „Hoamatland“, dass sie „tolle Blüten hat und ähnlich wie Schwarzwurzel schmeckt“.
Die Dahlienknolle der „Kennedy“ schmeckt angeblich noch aromatischer, und die Knolle der Dahlie „Sunset“ schmeckt wie Kohlrabi.
Sie können es ja versuchen, ich werde da passen.

von Friedrich Hauk


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