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Petersilie – Echter Mehltau

Schadbild und Krankheitserreger

Ein Befall beginnt mit kleinen weißen Flecken auf den Blattoberseiten, die sich sehr rasch vergrößern. Schließlich sind die Blätter oberseits vollkommen von einem weißen, mehlartigen Belag überzogen. Lediglich die neu gebildeten Blätter sind anfangs noch grün, aber auch sie werden letztendlich befallen. Schäden entstehen durch verminderte Assimilation.

Vor allem in trockenen und warmen Jahren tritt der Echte Mehltau stärker auf. Der weiße, mehlartige Belag besteht aus den Oidien (Sporen), Oidienträgern und dem Myzel des Pilzes. Die Oidien des Echten Mehltaus weisen einen sehr hohen Gehalt an Wasser und Fett auf und sind daher bei der Keimung kaum auf externe Feuchtigkeit angewiesen. Sie keimen auf trockenen Oberflächen aus, meist reicht eine rel. Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 %. Tropfbar flüssiges Wasser übt einen negativen Einfluss auf die Pilzentwicklung aus. Die Oidien werden im Wasser irreversibel geschädigt, meist platzen sie. Auch die Sporulation und die Verbreitung der Oidien werden durch Nässe beeinträchtigt. Echte Mehltaupilze entwickeln sich daher unter trockenwarmen Bedingungen sehr rasch. Größere Temperaturschwankungen mit Perioden erhöhter Luftfeuchtigkeit fördern die Entwicklung des Pilzes zusätzlich.

Meist im September bildet sich auf den weißen Belägen die Hauptfruchtform (Chasmothecien) des Pilzes. Die Chasmothecien sind als kleine dunkelbraune oder schwarze Punkte zu sehen. Die Konidien werden durch den Wind verbreitet und infizieren das Pflanzengewebe bei trockener Atmosphäre durch direkte Penetration.

Gegenmaßnahmen

Eine Behandlung mit Fungiziden ist in der Regel nicht notwendig bzw. ist aufgrund der Wartefristen (bei Blattpetersilie) nicht möglich.

 

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