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15.04.2020 - 08.05.2020

Kastanienminiermotte

Erste Kastanienminiermotten fliegen schon und beginnen demnächst mit ihrer Eiablage. Sobald die Rosskastanienblätter vollständig entfaltet sind und die ersten Larven geschlüpft sind bzw. die ersten Blattminen (2-3 mm) sichtbar werden, können Präparate mit dem Wirkstoff Azadirachtin eingesetzt werden. Da dieser Wirkstoff nicht nur kurz auf den Blattoberflächen wirksam ist, sondern auch bis zu 10-12 Tage in den Blättern vorhanden ist, ist er für die Bekämpfung von blattminierenden Insekten sehr gut geeignet.

Wesentliche Voraussetzung eines Bekämpfungserfolges ist in allen Fällen eine gründliche Benetzung der Blattoberseite der Kastanienblätter mit dem Spritzmittel. Wenn nach der ersten Behandlung kühles Wetter herrscht und die Larven ihre Fraßaktivität einstellen, wird eine zweite Behandlung ca. 10 Tage danach empfohlen. Der Einsatz von Pheromonfallen und Leimringen hilft den Flugbeginn und daraus den ersten Spritztermin rechtzeitig und gezielt zu bestimmen.

Das Aufhängen von Pheromon-Trichterfallen im Zeitraum April bis September bewirkt zusätzlich eine Reduktion der männlichen Kastanienminiermotten (Wechsel der Pheromone alle 4-6 Wochen). Über den aktuellen Stand der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln zur Bekämpfung der Kastanienminiermotte informiert das österreichische Pflanzenschutzmittelregister (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel, Schadfaktor: Kastanienminiermotte, Miniermotten, Blattminierende Insekten, Einsatzgebiet: Zierpflanzenbau).

 

Bild & Text © AGES

 

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