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Stammersdorf
| Gegründet: |
1919 |
| Anschrift: |
1210
Wien, Stammersdorfer Str. 224-226 |
| Parzellen: |
170 |
| Grundeigentümer: |
Gemeinde
Wien |
| Generalpächter: |
Zentralverband
der Kleingärtner |
| Widmung: |
Eklw |
Sprechstunden: Jeden 1. Mittwoch im Monat, von 19 bis 20 Uhr in unserem
Vereinsheim in der Anlage West, 1210 Wien, Stammersdorfer
Straße 224 (Zugang über die Nikolsburger
Gasse).
Die
Anlage befindet sich im ehemaligen Gemeindegebiet
von Stammersdorf an der Stammersdorfer Straße
und wurde nach der ehemals selbständigen Gemeinde
Stammersdorf "Stammersdorf" benannt. Die Fläche
der Anlage betrug zum Zeitpunkt ihrer Gründung
42 900 m². Die Anlage setzt sich aus den Teilen
"Friedhof West mit 55.445 m² und 130 Losen
und dem Teil "Friedhof Süd" mit 15.681
m² und 40 Losen zusammen.
Vor
der Jahrhundertwende zum zwanzigsten Jahrhundert
erwarb die Stadt Wien, zwecks Errichtung eines Zentralfriedhofes
auf Niederösterreichischem Boden, im Gemeindegebiet
der damals noch selbständigen Gemeinde Stammersdorf,
Grundstücke. Ein Teil dieser Flächen lag jahrelang
brach. In den Jahren der großen Hungersnot im
ersten Weltkrieg übergab die Stadt Wien diese Flächen
der Bevölkerung zur Schaffung von Gemüsegärten.
Die Vergabe erfolgte an Stammersdorfer Arbeiter, Angestellte
und Eisenbahner. Es durften keine Einfriedungen gemacht
werden aber auch das pflanzen von Bäumen und Sträucher
war nicht gestattet. Lediglich der Anbau von Gemüse
und Futterpflanzen war erlaubt.
Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich eine Gemeinschaft,
die im Jahre 1919 den "Schrebergartenverein Stammersdorf".
Erster Obmann in der Vereinsgeschichte war Herr Gemeinderat
Franz Mader. Die Anlage des Schrebergartenvereines Stammersdorf
setzte sich aus drei Gruppen zusammen: Block I (heute
Anlage West) mit 27 Parzellen und 10800 m², Block
II (heute Anlage Süd) mit 42 Parzellen und 15.600
m² und dem Block III (später Ost) mit 45 Parzellen
und 16.500 m². Die Anlage bestand somit im Jahre
1919 aus 124 Parzellen und einer Gesamtfläche von
42.900 m².
Im zweiten Weltkrieg wurde in der Anlage ein
Militärbarackenlager errichtet. Nach den Kriegsjahren
ab dem Jahre 1945 wurden in den Gärten Obstbäume
und Sträucher gepflanzt. Die Anlage wurde in diesen
Jahren laufend erweitert und im Jahre 1958 wurde die
Anlage West "Dauerkleingartengebiet" mit der
Widmung Erholungsgebiet Kleingarten. Gleichzeitig mußte
jedoch die Anlage Ost der Friedhofserweiterung weichen.
Im Jahre 1963 wurde die bis dahin verwendete
Bezeichnung "Block" auf "Anlage"
geändert. Die Anlage West wurde im Jahre 1971 um
8 Parzellen für Absiedler der Kleingartenanlage
"Alberti" erweitert. Für die Gruppe Süd
konnte keine öffentlich Rechtliche Absicherung
erreicht werden. In den Neunzigerjahren wurden immer
wieder Maßnahmen zur Infrastrukturverbesserung
gesetzt um den gesetzlichen Anforderungen der Bauordnung
gerrecht zu werden, aber auch um den Antrag auf Widmungsänderung
für das ganzjährige Wohnen stellen zu können.
Die Gruppe Süd war weiterhin wieder in ihrem Bestand
durch Friedhofserweiterung und Bundesstraßenprojekte,
bedroht. Nachdem 1994 für die Gruppe West die Widmung
Erholungsgebiet Kleingarten für ganzjähriges
Wohnen erreicht wurde und damit ein 80jähriger
Kündigungsschutz wirksam wurde, konnte auch für
die Gruppe Süd der Antrag gestellt werden.
Mit der Unterstützung des Bezirksvorstehers wurde die Gruppe Süd 1995 im Wiener Gemeinderat
als Erholungsgebiet Kleingarten für ganzjähriges
Wohnen beschlossen. Durch die erhaltene Widmung "Erholungsgebiet
Kleingarten für ganzjähriges Wohnen"
für die gesamte Kleingartenanlage Stammersdorf
konnte für die Anlage eine Bestandsicherheit bis
weit ins nächste Jahrhundert gewährleistet
werden.
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