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Semmelweis
| Gegründet: |
1970 |
| Anschrift: |
1210
Wien, Ödenburger Straße 69 |
| Parzellen: |
87 |
| Grundeigentümer: |
Gemeinde
Wien |
| Generalpächter: |
Zentralverband
der Kleingärtner |
| Widmung: |
Eklw |
Obfrau:
Veronika Tomacek
Sprechstunden: Jeden dritten Mittwoch im
Monat, von 17 bis 18 Uhr im Vereinshaus, Pz. 66. Juli/August
keine Sprechstunden.
Der
Kleingartenverein Semmelweis befindet sich im Bezirksteil
Jedlersdorf an der Ödenburgerstraße. Diese
Anlage wurde am 11. März 1994 im Wiener Gemeinderat
auf "Eklw" gewidmet. Heute voll aufgeschlossen
(Strom, Kanal, Winterwasserleitung und Gas) denkt fast
niemand daran wie diese Anlage entstand.
Die Gründe auf denen sich die Kleingartenanlage
befindet, waren früher im Privatbesitz. Verschiedene
Grundeigentümer hatten dort ihre Äcker. Alle
Liegenschaften gehören zur Katestralgemeinde Strebersdorf.
Während des 2. Weltkrieges verpachteten
einige Grundeigentümer an Herrn Rudolf Kahl. Diese
Gründe sind heute im Eigentum der Stadt Wien. Rudolf
Kahl gründete im Jahre 1931 auf der Liegenschaft
der Familie Kronberger den "1. Jedlersdorfer Kleintierzüchterverein".
Auf 15 Pachtlosen wurden provisorisch genehmigte
Geflügelställe errichtet. Am 1. März
1938 pachtete Herr Kahl ein weiteres Grundstück
im Ausmaß von 7.051 m² von Frau Rosa Hofmann
dazu. Die Pachtverträge beinhalteten die Verpflichtungen,
dass die genannten Grundstücke vom Pächter
weiter verpachtet werden und die Unterpächter diese
Fläche gärtnerisch und landwirtschaftlich nutzen mussten.
Im Jahre 1964 verstarb die Eigentümerin
des Grundstückes Nr. 858, EZ 517 heutige Gruppe
1. Sie vererbte das Grundstück im Ausmaß
von ca. 7.000 m² der Erzdiözese Wien. Herr
Kahl, der damalige Obmann des Vereines, pachtete diese
Liegenschaft von der Erzdiözese Wien. Zu diesem
Zeitpunkt war dieser Grundstreifen bereits an 32 Unterpächter
vergeben. Dieser Streifen liegt südlich der Anlage
und ist unsere Gruppe 1. Der damalige Pachtschilling
an die Erzdiözese Wien wurde im Gegenwert von 440
kg Weizen berechnet. Damals 1.100,- Schilling. Später
pachtete der Verein diesen Grundstückstreifen und
der Pachtschilling wurde dem der Gemeinde Wien angepasst.
Die nördliche anschließenden Liegenschaften,
heute Gruppe 2, wurden von der Gemeinde Wien gekauft
und an den Zentralverband der Kleingärtner als
Generalpächter verpachtet. Im Jahr 1970 wurde unter
dem damaligen Obmann Karl Iwanek, der "1. Jedlersdorfer
Kleintierzüchterverein" in "Kleingartenverein
Semmelweis" umgebildet und bei der Vereinspolizei
als Verein gemeldet.
Der Zentralverband schloss im Jahre 1976 mit
den Kleingärtnern ein prekaristisches Benützungsübereinkommen
ab. Die Überlassung erfolgte auf unbestimmte Zeit
gegen jederzeitigen Widerruf. Im Jahre 1978 wurde für
einen anderen Teil der Liegenschaft mit dem Zentralverband
ein 10-jähriger Generalpachtvertrag abgeschlossen.
Eine Erweiterung der bisherigen Pachtflächen wurde
aufgrund einer Vermessung im Jahre 1986 zwischen der
Gemeinde Wien und dem Zentralverband vorgenommen. Mit
Einberechnung der Grundfläche der Erzdiözese
betrug die Gesamtfläche der Kleingartenanlage nun
41.556 m². Zu diesem Zeitpunkt waren weder elektrischer
Strom, noch Trinkwasserversorgung, noch Senkgruben vorhanden.
Es musste etwas geschehen! Obmann Karl Iwanek
gelang es, die Zustimmung aller Mitglieder für die
Errichtung einer elektrischen Stromfreileitung zu erhalten.
1989 war die Anlage betriebsbereit. Im Juli 1990 verstarb
Obmann Karl Iwanek und Obfrau des Vereins wurde Veronika
Tomacek. Vorerst galt es die Sicherheit des Bleibens
durch die Widmung "Eklw" zu erhalten. Im
März 1994 wurde diese Widmung erteilt. Da die Struktur
und die Bausubstanz der Anlage veraltet war, musste
viel getan werden Im Jahre 1990 wurde ein Müllplatz
errichtet. Ein Teilungsplan der Anlage war erforderlich.
Die Anlage wurde neu vermessen.
In den Jahren 1994 und 1995 wurden Kanal- und
Winterwasserleitung sowie Gasrohre in der Anlage verlegt.
Der Weg in Gruppe 2 wurde von 1,5 Meter auf 3,5 Meter
verbreitert. Ein Plan für den Bau unseres neuen
Vereinshauses wurde eingereicht. Mit dem Bau des Vereinshauses
wurde im Jahre 1995 begonnen und im Jahre 1998 abgeschlossen.
Im Jahre 2002 wurde auch der Weg in der Gruppe
1 von ca. 0,80 m auf ca. 2 Meter verbreitert.
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