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Kefedergrund
| Gegründet: |
1936 |
| Anschrift: |
1210
Wien, Kefedergrundgasse 4 |
| Parzellen: |
31 |
| Grundeigentümer: |
Mitglieder |
| Widmung: |
GS |

Die
Anlage befindet sich im ehemaligen Gemeindegebiet
von Leopoldau an der Leopoldauer Straße 146 sowie
an der Kefedergrundgasse und wurde nach der damaligen
Grundstücksbesitzerin Marie Kefeder "Kefedergrund"
benannt.
Diese ehemalige Kleingartenanlage besteht seit
dem Jahre 1936 und war dem Verein der "Donaufelder
Kleingärtner" als "Gruppe Kefeder"
angeschlossen.
Generalpächter war der "Österreichische
Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter"
(ÖVKSK). Die Kleingärtner waren Unterpächter.
1936 wurden Gartenhäuschen errichtet, von denen
viele in der Kriegs- und Nachkriegszeit ausgebaut wurden,
um den ausgebomten Familienmitglieder der Kleingärtner
eine Unterkunft bieten zu können. Auf der Parzelle
Nr. 24 waren in dieser Jahren vier Generationen gleichzeitig
unter einem Dach. Der Stammverein war lagemäßig
weit entfernt vom Kefedergrund. Da die Materialzuteilung
über den Verein erfolgte, blieb die Gruppe Kefeder
bei den Zuteilungen meist unbedacht.
Um die Interessen der Vereinsmitglieder des Kefedergrundes
wirkungsvoller vertreten zu können wurde 1952 der
"Kleingartenverein Kefedergrund" gegründet.
Erster Obmann in der Vereinsgeschichte des Kefedergrundes
war Ing. Hans Schilder. Seit dem Bestehen der Anlage
von 1936 bis in die Siebzigerjahre war sein Wirken um
den Verein mitentscheidend für die positive Entwicklung
des Kefedergrundes.
So wurde 1953 die Außenfront des 600 Meter langen
Vereinsweges neu gestaltet.
Bereits 1948 wurde elektrischer Strom in die Anlage
eingeleitet und 1958 die Wegbeleuchtung installiert,
womit der Vereinsweg ganznächtig beleuchtet war.
Die Oberfläche des Vereinsweges wurde mehrmals
Instandgesetzt. Die Motorisierung erreichte auch den
Kefedergrund. Einige Anrainer fühlten sich durch
die Autos und Mopeds einiger Vereinsmitglieder, die
nun durch die Anlage auf dem Vereinsweg zu ihrer Parzelle
fuhren, belästigt. Heftige Auseinandersetzungen
waren damals an der Tagesordnung.
Von 1933 bis 1971 war das Gebiet in dem sich
der Kefedergrund befindet als Bauland gewidmet. 1971
erfolgte die Umwidmung auf "Grünland - ländliches
Gebiet".
Durch das Bundesstraßengesetz 1971, das die Trassenführung
der A5 Nordautobahn über den Kefedergrund vorsah,
war der Bestand der Anlage gefährdet. Trotz dieser
unsicheren Situation in der sich die Kleingärtner
befanden, haben sie 1975 das Grundstück, das ihnen
von der Besitzerin, Frau Meixger - Nichte von Frau Marie
Kefeder - angeboten wurde, anteilsmäßig gekauft.
Im Zuge der Novellierung des Bundesstraßengesetzes
im Jahre 1978 wurde die A5 ersatzlos gestrichen.
Nach dem Grundkauf bauten einige Besitzer ihre Gartenhäuser
aus. Die Folge waren zahlreiche Abtragungsaufträge
von der Baupolizei. Dieser Zustand war für alle
Beteiligten unhaltbar.
1979 wurde Ing. Ferdinand Lesmeister zum Obmann gewählt. Ab diesem Zeitpunkt versuchten die Siedler eine entsprechende
Widmung zu erwirken. Nach jahrelangen Bemühungen
aller Beteiligten konnte 1992 der Kefedergrund mit der
Widmung "Gartensiedlung" öffentlich rechtlich
abgesichert werden. 1997 erfolgte die Realteilung womit
jeder Garten eine eigene Einlagezahl erhielt und somit
jedes Vereinsmitglied "unabhängig" wurde.
Das Umfeld des Kefedergrundes hat sich durch die Errichtung
einer Reihenhausanlage auf dem bis dahin als Acker genutztem
Grundstück im Jahre 1994 einschneidend für
die Siedler des Kefedergrundes verändert. Trotz
der rasanten Veränderung des Kefedergrundes von
einer Kleingartenanlage zu einer Gartensiedlung bemerkt
man beim Denken und Handeln der Siedler, daß sie
doch noch Kleingärtner geblieben sind.
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