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Gartenfreunde Jedlesee
| Gegründet: |
1938 |
| Anschrift: |
1210
Wien, Schwarzer Weg 1 |
| Parzellen: |
91 |
| Grundeigentümer: |
Gemeinde
Wien |
| Generalpächter: |
Zentralverband
der Kleingärtner |
| Widmung: |
Eklw |
Sprechstunden: keine fixen Sprechstunden - Sitzungen (außer
in den Sommermonaten) jeden 1. Montag im Monat
Die
Anlage befindet sich im ehemaligen Gemeindegebiet
von Jedlesee. Die Fläche der Anlage des Kleingartenvereines
"Gartenfreunde Jedlesee" wurde in den Dreißigerjahren
vom "1. SPEZIAL KLEINTIERZÜCHTER UND KLEINGÄRTNERVEREIN
JEDLESEE" als Futterparzelle genutzt und entwickelte
sich bis in Jahr 1938 zu einer kleingärtnerisch
genutzten Anlage. Das eigenständige Vereinsleben
begann mit der Gründung des "Floridsdorfer
Kleingarten u. Kleintierzüchtervereines- Schwarzer
Weg" am 26.11.1938. Der Verein meldete damals 2
Gruppen: A - Jedleseerstraße; B - Pragerstraße.
Erster Obmann in der Vereinsgeschichte war Kollege Kienmayer.
Bereit im Jahre 1939 soll die Anlage geräumt
werden. Proteste wurden eingebracht und die Anlage blieb
bestehen. In den Kriegsjahren des 2. Weltkrieges wurde
im Jahre 1940 die Anlage vom Hochwasser der Donau überschwemmt.
Im Jahre 1942 wurde unter schwieriger Materialbeschaffung
eine Wasserleitung in der Anlage errichtet. In diesen
schwierigen Jahren der Kriegs und Nachkriegszeit leitete
Obmann bzw. Vereinsleiter Rudolf Streletz den Verein.
Am Anfang des Jahres 1947 wurde die Anlage um
26 und im Oktober desselben Jahres um weitere 35 Parzellen
erweitert. In der Generalversammlung am 1.2.1947 wurde
Otto Schüller Obmann des Vereines. Er war in den
darauffolgenden vier Jahrzehnten ununterbrochen Obmann
des Vereines. Otto Schüller war auch entscheidend
an der Entwicklung der Floridsdorfer Kleingartenbewegung
beteiligt. Im Jahre 1947 wurde der Verein für die
schöne Anlage mit der silbernen Plakette ausgezeichnet.
Die Kleintierzüchter dieser Anlage mußten,
so aus dem Protokoll des Jahres 1948 zu entnehmen, 35
Stück Hühnereier abliefern. Mitglieder die
nur zwei Hühner besaßen, waren von dieser
Abgabe befreit. In diesem Jahr zählte der Verein
77 Mitglieder. Durch die Errichtung der elektrischen
Starkstromleitung mußten damals 13 Parzellen aufgegeben
werden. Jedoch noch im selben Jahr wurde die Anlage
um 3000 m² erweitert. Die Anlage blieb aber weiterhin
nur eine provisorische Kleingartenanlage. Im Jahre 1949
erfolgte für einen Teil der Anlage eine Dauerkleingartenwidmung.
Dadurch durften auf Teilbereichen der Anlage Objekte
bis 36 m² Grundfläche und einer Höhe
von 7,5m errichtet werden. Auf anderen Bereichen innerhalb
der Anlage durften jedoch nur Objekte bis 30 m²
Grundfläche und einer Höhe von 4,5m gebaut
werden.
In der Generalversammlung am 10.12.1949 wurde
die Änderung des Vereinsnamen auf "Kleingarten
und Kleintierzüchterverein Gartenfreunde Jedlesee,
Wien 21" beschlossen. Obmann Otto Schüller
gelang es, daß die gesamte Anlage im Jahre 1950
zur Dauerkleingartenanlage erklärt wurde. In diesen
Jahren wurde von einem Mitglied unseres Vereines, Herr
Roth eine Sumpfbieberzucht betrieben.
An der Bezirksausstellung des Jahres 1952, an
der sich auch der Kleingartenverein "Gartenfreunde
Jedlesee" beteiligte, konnte der Verein für
seinen Beitrag auf dem Sektor des Obst- und Gemüsebaues
und der Bieberzucht den Preis der Stadt Wien, die goldene
Ehrenplakette, erringen. Das im Jahre 1952 geplante
Vereinsheim konnte bereits ein Jahr später eröffnet
werden. Das Katastophenhochwasser der Donau des Jahres
1954 überflutete beinahe die gesamte Anlage. Dem
Bau der Donauuferautobahn in den Siebzigerjahren fielen
zahlreiche Kleingartenparzellen zum Opfer.
Nach der erfolgten Umgestaltung der Anlage aufgrund
des Autobahnbaues wurde auch ein neues Vereinsheim errichtet,
das im Jahre 1980 eröffnet wurde. Erst in den Jahren
1996 und 1997 wurden die Winterwasserleitung und der
Schmutzwasserkanal gebaut. Aufgrund dieser nun geschaffenen
infrastrukturellen Einrichtungen, konnte für die
Anlage im Jahre 1998 die Widmung "Eklw" erreicht
werden.
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