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KLEINGÄRTNER ÖSTERREICHS

Startseite - Wir über Uns - Geschichte - 1951 bis 1960

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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1951 bis 1960 - Bundeskleingartengesetz wird beschlossen

1951

 


1951


Jän 1951
Besatzungskostenbeitrag für Kleingärtner und Siedler abgewendet.

22.4.1951
Konstituierung des Landesverbandes Wien (früher Sektion I).

28.4.1951
Konstituierung des Landesverbandes Niederösterreich (früher Teil der Sektion III). Antrag auf Schaffung eines Kampffonds zur Bestreitung von Prozesskosten für finanziell schwächere Vereine .

29.4.1951
Hauptversammlung des Zentralverbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter Österreichs.

Die Umgestaltung des Verbandes wurde gem. Bescheid des Bundesministeriums für Inneres vom 3. Oktober 1950 vollzogen.
Dem Zentralverband gehören die Landesverbände Niederösterreich (28 Vereine, 4224 Mitglieder), Oberösterreich (11 Vereine, 4014 Mitglieder), Steiermark (34 Vereine, 5008 Mitglieder), Wien (265 Vereine, 34.422 Mitglieder) sowie die Lokalorganisationen in Salzburg und Villach (3 Vereine, 230 Mitglieder) ferner der Verband der Österreichischen Bundesbahn – Landwirtschaft (26.000 Mitglieder) und die Österreichische Ernteland – Vereinigung (4.700 Mitglieder) an.
Auflösung der Sektion I und III, da Landesverbände gegründet wurden.

Jul 1951
Entwurf für ein neues Vereins - Einheits- Statuts Entwurf einer Gartenordnung.

Das Kleingartengesetz in parlamentarischer Beratung.


1952


25.5.1952
Hauptversammlung des Zentralverbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter Österreichs. Forderung nach Beschluss-fassung des Kleingartengesetzes, Vorbereitungs-arbeiten zur Erlangung der Gemeinnützigkeit.

1952 - 78.000 Mitglieder; Verbandsbeitrag S 6,- pro Mitglied,


1953


14.6.1953
Hauptversammlung des Zentralverbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter Österreichs: Ludwig KRONAWETTER tritt als 2. Vizepräsident aus Gesundheitsgründen zurück. Anton ZECHNER (Stmk) wird an dessen Stelle kooptiert.

Zur Pachtrechtssicherung wurde der Beschluss gefasst den „Landesbund Donauland, Alpenland und Südmark im Reichsverband Deutscher Kleingärtner e.V.“ in eine demokratische Organisation umzuwandeln. Forderung nach einer Wiener Landwirtschaftskammer.

26.9. bis 4.10. 1953
Jubiläums-Ausstellung der Kleingärtner Österreichs zum Verbandsjubiläum in der Volkshalle des Wiener Rathauses.

1953 - 6.401.342 m² Pacht von Gemeinde Wien


1954


Jän 1954
Umwandlung des „Landesbund Donauland, Alpenland und Südmark im Reichsverband Deutscher Kleingärtner e.V.“ in den „Landesbund Donauland“ abgeschlossen und vollzogen.

Absiedlung von Kleingartenanlagen für den städtischen Wohnbau.

Gemeinschaftsarbeit löst „Selbsthilfe“ ab.

Der Zentralverband ruft zum Kampf um neue Flächen für Kleingärten und Verhinderung von Absiedlungen für den sozialen Wohnbau auf.

13.6.1954
Hauptversammlung des Zentralverbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter Österreichs: Die vom Alliierten Rat vorgesehene Abgemeindung von 80 Gemeinden aus Groß-Wien bringt organisatorische Probleme in der Verwaltung von Kleingartenanlagen mit sich.

Verbandsbeitrag S 6.--
Antrag auf Einhebung von S 3.-- pro Mitglied und Jahr zur Errichtung eines bestimmten Fonds für verschiedene Investitionen und Beschaffungen in Vereinen sowie Ausarbeitung und Vorlage eines entsprechenden Ehrungens zur Verwendung dieses Fonds bis zur nächsten Hauptversammlung.

13.6.1954
Stadtrat Koci stellt in seiner Begrüßungsbotschaft bei der Hauptversammlung des Zentralverbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter Österreichs folgendes fest: "... Die Stadtverwaltung erkennt, dass der Kleingarten in Wahrheit der erweiterte Wohnraum des Städters im allgemeinen ist."

24.6.1954
4. Jugendkonferenz der Fachgruppe für Jugendpflege.

Jul 1954
Eine Donau – Hochwasserkatastrophe richtet in 4.275 Kleingartenparzellen auf einer Fläche von 1.478.910 m² einen Schaden von S 6.563.870,- an. Beginn einer Spendenaktion aller Kleingärtner Österreichs.

18.9.1954
Vizebürgermeister Honay wird Ehrenmitglied des Kleingartenvereines „Gartenfreunde Ottakring“.


1955


Jän 1955
Die Hochwasser - Spendenaktion brachte einen Betrag von S 119.289,30. Unter den Spendern waren auch Kleingärtner aus Bern, Amsterdam, Brüssel und sowie der Landesverband Westfalen und Lippe der Kleingärtner e.V.

13.2.1955
Radioansprache des Bürgermeisters von Wien Franz JONAS: Stadt Wien hat 6,5 Mio. m² Grund für Kleingärten verpachtet, ca. 2 Mio. m² befinden sich auf Privatgrund. Als Pachtentgelt werden von der Gemeinde Wien 10 Groschen pro m² und Jahr in Rechnung gestellt. Er fordert vom Nationalrat endlich ein Grundbeschaffungs- und Assanierungsgesetz. Er führt auch aus, dass Kleingärten auf Bauland vom Standpunkt einer gesunden Bodenpolitik ein Luxus sind.

19.4.1955
Hauptversammlung des Zentralverbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter Österreichs:
Erhöhung des Verbandsbeitrages auf S 9.-- wegen Rotationspapier- und Druckkosten. Die Schaffung eines Hilfsfonds konnte nicht durchgeführt werden. Die Idee wird jedenfalls weiterverfolgt. Dr. BACHOFNER als Pachtreferent, Karl EPP als Kassier kooptiert, Zentralsekretär STAUDINGER zum Schriftleiter des Verbandsorgans bestätigt.

26. bis 28.8.1955
X. Internationaler Kongress der Kleingärtner des Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux in Wien. Kongressthema: „Die Aufgabe der Planung in bezug auf die Kleingärten“ und „Die Bedeutung des Kleingartens in der Volkswirtschaft“. Eröffnung der Kleingartenanlage Blumental anlässlich des Kongresses. Internationaler Präsident: Karl FÜRSTENHOFER


1956


Apr 1956
Gedanken über die Schaffung eines „Dauerlandfonds“ zum Ankauf privater Areale auf denen sich Kleingärten befinden. (S 100.-- von jedem Kleingärtner Fondsbeitrag, nach 5 Jahren Rückzahlung – Zinsenverzicht).

Mai 1956
Entwurf des Statuts des „Selbsthilfefonds“.

17.6.1956
Hauptversammlung des Zentralverbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter Österreichs

Hauptvorstand: (Wien: Vinzenz MACHOLDA, OÖ: Karl FROHN) Aufsichtsrat: (NÖ: Hannes CZIPOTH,ÖEV: Gabriel BADIN)

Beschlussfassung über den „Selbsthilfefonds” und die entsprechenden Statuten.

Sep 1956
Diskussion ob man in den Kleingärten zum Gemüsebau
zurückkehren soll.


1957


14.3.1957
Die im Nationalrat beschlossene NS – Amnestie 1947 regelt nun die Pachtrechte an Kleingärten und beendet die Diskussionen über vermeintliche Ungerechtigkeiten die durch das Nationalsozialistengesetz entstanden sind.

Mai 1957
Anlässlich der bevorstehenden Bundespräsidentenwahl finden sich folgende Ausführungen im „Der Kleingärtner“: …Deshalb glauben wir auch, recht zu tun, wenn wir alle Kleingärtner einladen, dem Kleingärtner Adolf Schärf anlässlich der Bundespräsidentenwahl ihre Stimme geben zu wollen.

2.6.1957
Hauptversammlung des „Zentralverbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter Österreichs“.
Verbandspräsident: Karl FÜRSTENHOFER
1. Vizepräsident: Karl BURGHAUSER
2.Vizepräsident: Vinzenz MACHOLDA


1958


Beginn der Einzahlungen in den „Selbsthilfefonds“.

Mai 1958
Kleingartengesetzesentwurf 1958 vom Bundesministerium für soziale Verwaltung übergeben.

In der neu geschaffenen Wiener Landwirtschaftskammer sind auch Vertreter der Wiener Kleingärtner. Kammerräte, welche die Belange des Obst- und Gartenbaues in den Wiener Kleingärten wahrzunehmen haben.

Probleme mit dem Einstellen von Kraftfahrzeugen in den Kleingärten

30.10.1958
Gründungsversammlung des Landesverbandes Salzburg.

[November] Regierung verabschiedet einstimmig das Österreichische Kleingartengesetz – Weiterleitung an das Parlament zur Beschlussfassung.

16.12.1958
Parlament beschließt das Bundesgesetz vom 16. Dezember 1958 über die Regelung des Kleingartenwesens (Kleingartengesetz).


1959


9.1.1959
Verlautbarung des Kleingartengesetzes.

6.3.1959
Gesetz vom 6. März 1959 über die Schaffung von Kleingärten und deren zulässige Nutzung (Wiener Kleingartengesetz).


1960


19.6.1960
Hauptversammlung des Zentralverbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter Österreichs:
Verbandspräsident: Karl FÜRSTENHOFER
1. Vizepräsident: Vinzenz MACHOLDA
2. Vizepräsident: Karl EPP

19.6.1960
Aufgrund vermehrter Räumung von Kleingartenanlagen zugunsten des sozialen Wohnbaues verabschiedet die Delegiertenversammlung folgendes Memorandum:

Der Verbandstag des Zentralverbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter Österreichs muss mit Besorgnis feststellen, dass die sozialen und ethischen Ziele der österreichischen Kleingartenbewegung mehr und mehr verloren gehen. Die Ursache hiefür ist die fehlende Stadt- und Landesplanung der österreichischen Bundesländer und Städte auf dem Gebiet des Kleingarten- und Siedlungswesens. Daher ist es unbedingt notwendig, neben den schon bestehenden Baugesetzen – Landes- und Städte-bauordnungen – neue gesetzliche Voraussetzungen zur Schaffung von Kleingartenland herbeizuführen. Der Verbandstag stellt im Auftrage seiner Mitglieder und deren Familien, das sind hunderttausende österreichische Staatsbürger, an die Bundes-regierung, die Landesregierungen und Gemeindeverwaltungen Österreichs das Verlangen:
1. Schaffung eines Bodenbeschaffungsgesetzes, innerhalb welchem auch auf die Notwendigkeiten der Kleingartenbewegung Bedacht genommen wird.
2. Schaffung gesetzlicher Grundlagen, damit Land, welches land- und forstwirtschaftlich ungenügend genutzt wird und nicht als Bauland Verwendung findet, zum Zwecke der kleingärtnerischen Nutzung angepachtet werden kann.
3. Die Stadt- und Landesplanungen haben darauf Bedacht zu nehmen, dass die Schaffung vom „sozialem Grün“ im modernen Sinne durch die Errichtung von „Kleingartenparks“ in den Städten und von „Kleingartennutzungsland“ in sonstigen Wohn- und Industriegebieten unabdingbar notwendig geworden sind.

Die von den Kleingärtnern Österreichs erhobenen Forderungen dienen vor allem der Erhaltung der Gesundheit der Kinder und unseren Alten. Sie sollen aber auch dazu dienen, eine sinnvolle Freizeitnutzung und eine wirtschaftliche Besserstellung durch Eigenleistung herbeizuführen.

 

 

 
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