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KLEINGÄRTNER ÖSTERREICHS

Startseite - Wir über Uns - Geschichte - 1941 bis 1950

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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1941 bis 1950 - Die Kriegs- und Nachkriegsjahre im Kleingarten

1941

 


1941


Gründung der ersten Kleingartenanlage in Salzburg mit dem Namen „Dauer- Kleingartenanlage der Gauhauptstadt, Stadtgruppe Salzburg im Reichsver- band Deutscher Kleingärtner, Gruppe Thumegg“ (heutiger KGV. „Thumegg“).

Jul 1941
Einführung einer Gemeinschaftsversicherung für alle Kleingärtner.


1942


Einschaltung im "Ostmärkischen Kleingärtner", Folge 3 - März 1942, 21. Jahrgang: Titel: Kleingärtner helfen mit - Jährl. Gesamtgemüseerzeugung 4 Mill t - Erzeugungsanteil der Kleingärtner 1,6 Mill t

27.5.1942
„Verordnung über Kündigungsschutz und andere kleingarten- rechtliche Vorschriften“ RGBl. Nr.56, I. Teil .


1943


28.1.1943
Die Gauleitung Steiermark stimmt auf Antrag des Vereines „Heimgarten“ in Graz der Namensänderung auf Heimgartenverein „Langensiepen“ zu.


1945


In Verhandlungen der Verbandsführung mit maßgeblichen Regierungsstellen konnte verhindert werden, dass der „Landesbund Donauland, Alpenland und Südmark“ aufgelöst wird. Damit wurde erreicht, dass alle Generalpachtrechte des „Landesbundes Donauland“ erhalten geblieben sind.

Konstituierung des „Landesverband der Heimgärtner Steiermarks“.

Mai 1945
Verfügung des Staatssekretärs für soziale Verwaltung: Öffentlicher Verwalter des „Landesbundes Donauland“ Karl HOFBAUER.

4.11.1945
Obmännerkonferenz der Sektion I, Wiener Kleingärtner:
Tagesordnung: „Die Forderungen der Kleingärtner an den Wiener Landtag (Gemeinderat) und den Nationalrat“.

… Die Stellungnahme zu den Fragen, die die Sicherung der Bewegung der Kleinwirtschafter bedingen, kleidet Hofbauer in die Worte:
„Wir müssen in der Volkswirtschaft unsere Position beziehen, wir sind ein Faktor, mit dem gerechnet werden muss, wir wollen nicht bitten und befürsorgt werden, sondern wir wollen fordern:
Vom Wiener Landtag (Gemeinderat):
1. Freimachung von größeren städtischen Grundflächen für Dauerkleingartenzwecke unter teilweiser Heranziehung von Grabelandflächen für ungefähr 30.000 Familien bei Erstellung der zukünftigen Stadtplanung.
2. Schaffung eines Landes- Anforderungs- oder Zwangspachtgesetzes zur Beschaffung von privaten Grundstücken zu Kleingartenzwecken.
3. Sicherung und Aufschließung bestehender Kleingartenanlagen außerhalb des verbauten Stadtgebietes durch Widmung und Ausgestaltung zu Dauerklein-gartenzwecken.
4. Überprüfung des Wald- und Wiesengürtels wegen Heranziehung zu Dauerkleingartenzwecken.
5. Schaffung eines brauchbaren Kleingartenamtes unter Leitung und Verwendung von Fachleuten sowie Unterstellung unter die Stadtgartendirektion.
6. Einsetzung eines Kleingartenbeirates unter Heranziehung von Verbandsvertretern mangels entsprechender Vertretung im Landtag.
7. Vertretung in der Wiener Landwirtschaftskammer oder sonstiger auch mit Grund und Boden befassender Körperschaften.

Vom Nationalrat:
1. Beschlussfassung eines österreichischen Kleingartengesetzes und Überführung aller bisher gültigen Gesetze und Verordnungen.
2. Beschlussfassung eines Anforderungs- oder Zwangspachtgesetzes zur Beschaffung von Grund aus Privatbesitz und Verwendung desselben zu Kleingartenzwecken.
3. Schaffung eines Gesetzes zur Verhinderung von Grundwucher, Grundspekulation und Steigerung des Grundpreises nach Werterhöhung durch intensive Bodenbearbeitung aus Kleingärtnerkreisen.
4. Gewährung zinsenloser und langfristiger Kredite zur Neuaufschließung von Dauerkleingartengebieten
und zum Ausbau bestehender Anlagen zu Dauerkleingartenanlagen.
5. Beistellung staatlich bewirtschafteten Baumaterials zur Wiederinstandsetzung bombenzerstörter Kleingartenanlagen und für Zwecke von Neuanlagen.
6. Zuerkennung der Gemeinnützigkeit für sämtliche im Interesse der Öffentlichkeit wirkenden Kleingarten-organisationen.

Antrag auf Reorganisation der Spitzenorganisation und der ihr angeschlossenen Verbände bzw. Vereine.

7.12.1945
Auf Beschluss der Bezirksobmänner-konferenz wird der öffentliche Verwalter des Verbandes beauftragt, an Stelle der außer Funktion gestellten bisher provisorisch bestellten Vereinsleitungen für jeden Verein einen kommissarischen Leiter zu bestellen, der den Behörden gegenüber gesetzlich legitimiert ist.


1946


Mai 1946
Einsetzung von Vereins - Schiedskommissionen zur Kündigung von Nazigärten im Sinne des §17 Verbotsgesetzes um den nazistischen Geist aus den Vereinen zum Verschwinden zu bringen.

3.11.1946
Konstituierende Generalversammlung des Österreichischen Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses
Verbandspräsident: Anton KÖHL
1.Vizepräsident: Karl DEKARA
2.Vizepräsident: Karl BURGHAUSER

1946 und 1947
wurden die Mitteilungen des Zentralverbandes, mangels eigener Zeitung, in "Die Scholle - Eipeldauers Gartenzeitung", abgedruckt.


1947


Neue Kleingartenanlagen „Frohsinn“ und „Ettenreich“, beide 1100 Wien.

Erster Versuch, die bestehende Erntelandbewegung zu organisieren (zum Beispiel: Sulzwiese, Belvedereweg etc.).

22.2.1947
Versammlung der Bewirtschafter von Ernteland im Gebiet Prater.

9.3.1947
Gründungsversammlung des seit 1942 provisorisch geführten Vereins „Drautal“ in Villach. Vorbereitung der Gründung des Landesverbandes Kärnten, dem die Vereine in Klagenfurt, Villach, Bleiburg, Ferlach, Rosental, Friesach, St. Veit a. d. Glan, Völkermarkt und Wolfsberg angehören sollen.

12.3.1947
Konstituierende Versammlung der „Österreichischen Erntelandvereinigung“. Anschluss an den „Österreichischen Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“.

Abschluss des Vertrages „Österreichischer Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“ mit „Österreichischer Gartenwirtschafts-Union GmbH“ zur Belieferung der Vereine mit Gartenbedarfsmaterial. Das Nationalsozialistengesetz betrifft auch viele Kleingärtner.

Im Zuge einer amerikanischen Hilfsaktion werden 100 Schweizer Zuchtziegen nach Österreich gebracht und an Wiener Kleingartenvereine im Rotationsverfahren weitergegeben. Die ersten 5 Zuchtziegen waren die ersten Tage im Verbandsbüro – Sitzungszimmer untergebracht.


1948


1.5.1948
Kollektivversicherung der Kleingärtner Wiens - Prämien: Unfall – Versicherung S 1,42 / Feuer: S 1,50 pro S 1.000.- Gebäudewert.

Forderung nach gesetzlicher Regelung von Kleingartenangelegenheiten.

30.5.1948
Hauptversammlung der Dachorganisation.Änderung durch Ausscheiden des bisherigen Aufsichtsratsobmannes, neuer Obmann Eduard POPP.
Verbandsbeitrag pro Mitglied 20 Groschen
Aufnahme der Ernteland – Vereinigung in den „Österreichischer Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“ als Sektion VI

Forderung nach einem Kleingartengesetz

Aug 1948
Resolution der Kleingartenbewegung für ein Kleingartengesetz an das Sozialministerium.

6.8.1948
Wiedereintritt des Landesverbandes der Heimgärtner Steiermarks in den „Österreichischen Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“. (27 Vereine mit ca. 7.000 Mitgliedern)

Sep 1948 Gründung der Arbeitsgemeinschaft „Österreichischer Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“, „Österreichischer Siedlerverband“, „Eisenbahner – Kleingärtner“ und „Österreichische Ernteland“ – Vereinigung mit 150.000 Mitgliedern

Nov 1948 Im Zuge der kommenden Bodenreform wird gefordert, dass die Kleingartenbewegung als staatserhaltender Faktor berücksichtigt wird. „Unter vier Augen“-Leitfaden für Funktionäre wurde vorgestellt. Preis 80 Groschen.

1948
Pachtentgelt Gemeinde Wien: 3 Groschen/m² und Jahr


1949


Apr 1949
Forderung nach Wiedereinführung der Sommerzeit.

12.4.1949
Diskussion der Bezirksobmänner Wiens über den Entwurf des Kleingartengesetzes des Sozialministeriums. Beschluss der Verschiebung der Hauptversammlung des Zentralverbandes wegen Beschluss des Kleingartengesetzes.

8.7.1949
50%ige ÖBB - Fahrpreisermäßigung für Kleingärtner aufgehoben, Verband befürchtet aus diesem Grund Bewirtschaftungsmängel in den Kleingärten.

Okt 1949
Im Zuge der Begutachtung des Kleingartengesetz – Entwurfes betrachtet das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft den Entwurf als „Eingriff in ihre Domäne“, die Landwirtschaftskammer für Tirol als verfassungswidrig, das Ministerium für Wiederaufbau „als Eingriff in die Angelegenheiten des Baurechtes“. Die Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern ist für „strikte Ablehnung“ und die Bundeskammer für gewerbliche Wirtschaft für „schroffste Ablehnung“.
Der Verfassungsdienst des Bundeskanzleramtes, das Ministerium für Verkehr und die Arbeiterkammer stehen dem Entwurf freundlich gegenüber. Der Städtebund äußert bei allem Verständnis für die Bedürfnisse der Kleingärtner Bedenken wegen Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Gemeinden. Präsident KÖHL kommentiert die Ablehnungen wie folgt: „Wir glauben, dass jedes demagogisches Geschrei jetzt reichlich überflüssig ist. Michael Kohlhaas und Konsorten mögen sich beruhigen. Die Entscheidung, wie das kommende Kleingartengesetz aussehen wird, fällt am 9. Oktober. Wahltag ist Zahltag!“


1950


4.6.1950
Generalversammlung des Hauptverbandes
Verbandspräsident: Karl FÜRSTENHOFER
1. Vizepräsident: Karl BURGHAUSER
2. Vizepräsident: Ludwig KRONAWETTER

Antrag auf Inkraftsetzung neuer Zentralverbands – Satzungen und Namensänderung in „Zentralverband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter Österreichs“ und Überleitung der bisherigen Organisation in die zukünftige.

29.8.1950
Stundung des Besatzungskostenbeitrages im Sinne des Besatzungsdeckungs-gesetzes vom 19. Mai 1949 welcher Kleingärtnern und Siedler für ihre Sommerhäuschen auf Pachtgrund vorgeschrieben wurde, bis zur endgültigen Regelung durch den Gesetzgeber

1950
Verbandsbeiträge: Wien S 5,-, Bundesländer S 3,-
davon 20 Groschen an die Dachorganisation (Ohne Sektion II).

 

 

 
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