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KLEINGÄRTNER ÖSTERREICHS

Startseite - Wir über Uns - Geschichte - 1931 bis 1940

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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1931 bis 1940 - Anschluss Österreich an das deutsche Reich

1931

 


1931


26.4.1931
Hauptversammlung der Sektion I Wiener Kleingärtner. Als Obmann wird Franz Hödl, für den Aufsichtsrat werden die Herren Staudinger, Schindler und Pluhovsky bestätigt

31.5.1931
Hauptversammlung des „Österreichischen Verband für Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“. (Verbandsobmann Josef Gogg, Stellvertreter Franz Hödl, Emanuel Krawczyowski, Severin Baier und Gustav Scheibenpflug.)

18.7.1931
Protestversammlung der Wiener Kleingärtner: „Wald- und Wiesen- gürtel oder Wald- und Gartengürtel“.

6. bis 9.11.1931
III. Internationaler Kongress der Kleingärtnerorganisationen in Brüssel.


1932


Ruf nach „Innenkolonisation“ – Brachland für Kleingärtner.

Durchführung der Winterhilfe für die Ärmsten der Armen Wiener Kleingärtner aus den Mitteln der Sektion I.

8.5.1932
Hauptversammlung des „Österreichischen Verbandes für Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“.

15.7.1932
Wiener Gemeinderat erkennt die Bestrebungen der Innenkolonisation an und beschließt 220.000 Quadratmeter Brachland zur Verfügung zu stellen.

Entwurf eines neuen Siedlungsförderungsgesetzes.


1933


4.1.1933
Konferenz zur Bekämpfung der San – José – Schildlaus.

7.5.1933 Hauptversammlung des „Österreichischen Verbandes für Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter “.

2. bis 10.9.1933
Kleingarten-, Siedlungs-, Kleintierzucht-, Plan- und Produkten Ausstellung in der Orangerie in Schönbrunn.

8. bis 10.9.1933
IV. Internationaler Kongress der Kleingärtner des Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux in Wien. Kongressthema: „Gesetzliche Maßnahmen zum Schutze der Kleingarten- und Siedlungsbewegung.“ Internationaler Präsident:
Josef GOEMAERE.


1934


Zusammenschluss der gemeinnützigen Bau-, Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaften mit den Kleingarten- und Kleintierzüchter Vereinigungen in den „Österreichischer Hauptverband für das Siedlungs- und Kleingartenwesen in der vater- ländischen Front“.
Zum Leiter des Hauptverbandes wurde Dr. Amand VEJBORNY ernannt.

Enthebung von Vereinsfunktionären aus ihren Funktionen auf Grund von Anordnungen des Sicherheitskommissars für Wien. Einsetzung eines Verwaltungsausschusses für den 19. Bezirk. Vorsitzender Josef Reißberger.

3.2.1934
Anderung in der Verwaltung des Verbandes Bescheid.
Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft verfügte als das sachlich zuständige Bundesministerium im Einvernehmen mit dem Bundeskanzleramt auf Grund der §§1. 4, Absatz 1 und 12, Z. 1, der Verordnung der Bundesregierung vom 3. März 1934, BGBl. Nr. 130, betreffend Vorkehrungen zur Sicherung einer mit den Interessen der Allgemeinheit übereinstimmenden Geschäftsführung privatrechtlicher Körperschaften:
Sämtliche derzeit zu Organen des Vereines „Österreichischer Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“, mit dem Sitze in Wien, XV., Möringgasse 7, bestellte Personen gehen Ihres Amts verlustig.
Einsetzung folgenden Verwaltungsausschusses: Josef Otto KRAMMER Vorsitzender, Ing. Dr. Eduard BRABENEC Stellvertreter, Franz ULLREICH

24.3.1934
Versammlung von Vertretern vaterländisch gesinnter Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter im Wiener „Alten Rathaus” um die Kleinwirtschafter-bewegung zu sichern.

21.7.1934 Enthüllung eines Franz SILLER – Gedenksteines im Kleingartenverein „Arsenal“.

9.10.1934
Um der Mitgliedschaft des Öster- reichischen Verbandes Bericht und Rechenschaft der Verbandsleitung geben zu können, hat das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft mit Erlass vom 9. Oktober 1934 gestattet, dass wieder Mitgliederversammlungen, vorerst nur in den Bezirken, stattfinden dürfen.


1935


21.1.1935
Beginn der ersten Mitgliederversammlung in Meidling in der folgende Resolution verabschiedet wurde:
„Die heute in Weigls Dreherpark versammelten Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter nehmen den Bericht der Vertreter des „Österreichischen Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“ genehmigend zur Kenntnis, sprechen der Leitung des Verbandes das Vertrauen aus und versprechen dem Verbande treue Gefolgschaft“.

30.1.1935
Obmännerkonferenz aller Wiener Kleingartenvereine.

1.3.1935
Die Mitglieder des Verwaltungsausschusses des Österreichischen Verbandes der Kleingärtner Siedler und Kleintierzüchter Ing. Dr. Eduard BRABENEC und Franz ULLREICH legen ihre Funktion zurück.

4.4.1935
Mit Bescheid der Landeshauptmannschaft Steiermark wurden alle Vereinsfunktionäre des Vereins „Heimgarten“ in Graz ihrer Ämter entbunden. Der Verein wurde unter kommissarische Leitung gestellt.

21. bis 23.9.1935
V. Internationaler Kleingärtner – Kongress in Posen, Polen.


1936


21.2.1936
Obmännerkonferenz des „Österreichischen Verbandes für Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“. Forderung nach Vergrößerung der verbaubaren Fläche, verbilligten Wasserbezug, langfristigen Pachtschutz von 40 bis 50 Jahren für Kleingärtner.

20. 6 bis 30.9.1936
Zur Förderung des Fremdenverkehrs und zur Wahrung der hiermit aufs engste verbundenen wirtschaftlichen und geschäftlichen Interessen wurde für die Dauer des Hauptreiseverkehrs, das ist von Samstag, den 20. Juni, bis einschließlich Mittwoch, den 30. September, ein allgemeines Versammlungsverbot erlassen. In dieser Zeit sind daher alle von wem immer veranstalteten Versammlungen und öffentliche Aufzüge, gleichgültig, ob sie unter freien Himmel oder in geschlossenen Räumen stattfinden, verboten.

1.8.1936
Verordnung einer neuen Kleingartenordnung für Wien, (Bestimmungen für die Herstellung von Kleingärten und Baulichkeiten, Entschädigung bei Grundablösen etc.) mit dem Grundgedanken der Kleingartenbewegung den Weg zur Siedlung zu öffnen.

3. bis 4.10.1936
I. Österreichische Kleingärtnertagung im Antoniussaal.

1.10.1936
Gründung einer Versicherungsabteilung des Verbandes. Vorbereitung einer Kollektivversicherung.

14. und 15.11.1936
Verbands-, Feinobst- und Kleintierausstellung verbunden mit je einer Sonderschau für Bienenzucht und Angorawolleverwertung in der Rotunde.


1937


17.2.1937
Die Siedler – Enquete des „Österreichischen Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“ im Restaurant Wimberger fordert in seiner einstimmig beschlossenen Resolution:

1. Um weitgehendste Förderung des Kleingartenwesens als primitivste Siedlungsform und vorbereitendes Stadium für den Siedler höherer Form.
2. Um rechtliche und organisatorische Neuordnung im Kleingarten- und Siedlungswesen in der Richtung, dass bei voller Aufrechterhaltung des Schutzes bestehender und künftiger Anlagen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der unbedingt
gebotenen Disziplin ohne weitläufiges Gerichts- und Verwaltungsverfahren ermöglicht werden.
3. Um Erlassung von Vorschriften zwecks Schutzes von Siedlungswerbern gegenüber der Grundspekulation einerseits und gegen Benachteiligung der Grundkäufer durch Verkauf siedlungsunbrauchbarer Grundstücke für Siedlungszwecke andererseits
4. Um weitestgehende Förderung der Eigenheimsiedlungen in bezug auf Steuern, Gebühren und Abgaben.
5. Um Förderung des Siedlungswesens in bezug auf Finanzierung.
6. Um Mitberücksichtigung des Siedlungswesens im Zuge der Aktionen für Arbeitsbeschaffung.
7. Um staatliche Erhebung aller jener Gründe welche
a) für Eigenheimsiedlungen,
b) für Nebenerwerbssiedlungen
geeignet sind.
8. Rasche und ausreichende Hilfe für die bestehenden notleidenden Arbeitslosensiedlungen und Ausschaltung der Neuerrichtung von solchen.
9. Um weitgehenste Errichtung von Nebenerwerbssiedlungen unter gleichzeitiger Einführung von Kurzarbeit um möglichst vielen Arbeitslosen Arbeit, das heißt Kurzarbeit zu schaffen, wobei alle Kurzarbeiter die Ergänzung des Lebensbedarfes aus der Gartenwirtschaft ziehen sollen.
10. Um Stärkung des Bundes- Wohn- und Siedlungsfonds dadurch, dass neben der Dotierung Zinsen und Rückzahlungen aus gegebenen Krediten dem Fonds wieder zugeführt werden, für den ja ursprünglich die Siedlungsgroschen eingehoben worden sind, beziehungsweise eingehoben werden.
11. Um die Ermöglichung einer Mitarbeit in der Verwaltung des Bundes- Wohn- und Siedlungsfonds für den Österreichischen Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter.
12. Zur Erfüllung der vorgebrachten Bitten erscheint es erforderlich, in der Kleingärtnerschutzverordnung eine Bestimmung zu schaffen, welche es ermöglicht, Schädlinge am Gemeinwesen durch Ausschluss aus der Organisation auch vom Grunde zu entfernen; dem Österreichischen Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter zur Mitarbeit etwa in Form eine Beirates heranzuziehen um ihm hierdurch die Möglichkeit zu bieten, sich an der Schaffung einer zu erlassenden Siedlerordnung zu beteiligen.

3.3.1937
Obmännerkonferenz des Österreichischer Verband für Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter.

9.3.1937
Österreichischer Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter als Revisionsverband anerkannt.

7. bis 12.7.1937
IV. Internationaler Kleingärtnerkongress in Paris.

27. 8.1937
Gründung des „Otto Krammer Unterstützungsvereines“ zur Auszahlung von Räumungsentschädigungen bei unverschuldeter Räumung des Gartens. Finanzierung des Vereines durch Beitritt der zu Begünstigten zum Verein, und Leistung von Mitgliedsbeiträgen.

1937
Wien: 346 Kleingartenanlagen auf städtischem Grund mit
5.096.618 m²; 70 Kleingartenanlagen auf sontigem Grund
mit 3.517.500 m²



1938


19.1.1938
Der Bundestag beschließt das „Bundesgesetz zum Schutz der gärtnerischen Erzeugung“ (Dieses Gesetz schließt auch die Kleingärtner und Siedler ein).

1.2.1938
Einführung des „Freiwillige österreichische Polizeihunde – und Rettungshunde – Führerkorps“ (freiwillige Siedlerwachen) im „Österreichischen Verband für Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“ zum Schutze der Wiener Kleingartenanlagen gegen Einbrüche und Diebstähle.

Gründung der Ein- und Verkaufsgenossenschaft der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter für Wien und Niederdonau.

1.4.1938 Amtliche Verlautbarung
"Die Geschäftsstelle der Wiener Landwirtschaftskammer mit den einschlägigen Einrichtungen, Unterverbänden, Fachvereinen u.s.w. ferner die Siedler- und Kleingärtnerverbände samt allem habe ich als kommissarischer Beauftragter des Herrn Ministers Pg, Ing. Reinthaller übernommen.
Die Agenden der Kammer werden ungestört weitergeführt. Die Belassung oder Enthebung von Funktionären wurde bereits durchgeführt. Weitere Weisungen folgen. Die Vereinstätigkeit hat vorläufig zu ruhen. Bis zur Allgemeinregelung ist mit der Oberleitung sämtlicher Siedler- und Kleingärtnerverbände und der damit zusammenhängenden Einrichtungen Pg. Architekt Wilhelm Bolek betraut. Mit „Heil Hitler!“ Ing. Benesch,
kommiss. Beauftragter"

1.4.1938 Mitteilung des Österreichischen Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter:
"Seitens des Österreichischen Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter, 15. Bez., Moeringgasse 7, wird allen Genossenschafts- und Vereinsleitungen mitgeteilt, dass der seinerzeitige Verwaltungsausschuss seines Amtes enthoben und Generalsekretär Kominek beurlaubt wurde. Als politischer Kommissär wurde Pg. Robert Reznicek bestellt und mit der fachlichen Führung der Verbandsagenden Pg. Otto Julius Morgeneyer betraut. Die Bestellung der beiden Pg. erfolgte im Auftrag des Gaues Wien der NSDAP, unter Kenntnisnahme des Ministers für Land- und Forstwirtschaft. Pg. Morgeneyer hat von seinem zugestandenen Recht, zwei weitere Mitarbeiter
heranzuziehen, Gebrauch gemacht und den Gartenbeamten der Stadt Wien Robert Benesch und den Pg. Kurt Tengler zu seinen Mitarbeitern ausgewählt. Die Geschäfte des Sekretärs führt Pg. Reinthaler."


Aug 1938
Ausgliederung sämtlicher Siedlervereine aus dem „Österreichischen Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“ und Überführung in den „Deutschen Siedlerbund e.V.“ (gemäß Verfügung des Reichskommissar für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reiche vom 20. August 1938).

Der Reichskommissar für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reiche hat am 1. Oktober 1938 die Überführung der Kleingärtnervereine der Ostmark in den Reichsbund Deutscher Kleingärtner e.V. Berlin verfügt. Der Reichsbund Deutscher Kleingärtner ist die von der NSDAP, dem Reichsarbeitsministerium und dem Reichsministerium für Landwirtschaft und Ernährung anerkannte gemeinnützige Organisation der Kleingärtner, der insbesondere alle Kleingartenpächter anzugehören haben. Für die Gaue Wien, Niederdonau und Oberdonau ist der „Landesbund Donauland der Kleingärtner“ im Reichsbund Deutscher Kleingärtner e.V., Wien 15. Bez., Moeringgasse 7 gebildet worden.
Kommissarischer Leiter ist Pg. Wilhelm BOLEK, zum Geschäftsführer wurde Pg. Robert REZNICEK und als Stellvertreter des kommissarischen Leiters Pg. Alfons HAGENBIGL ernannt.

Nov 1938
Der Verein „Heimgarten“ in Graz wird in den der „Landesbund Donauland, Südmark und Alpenland der Kleingärtner“ im Reichsbund Deutscher Kleingärtner e.V. Wien 15. Bez., Moeringgasse 7 eingegliedert. Der Großverein „Heimgarten“ besteht nur mehr aus der „Mutteranlage“, die angeschlossenen Gruppen werden ausgegliedert.
Tätigkeit der Ein- und Verkaufsgenossenschaft der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter für Wien und Niederdonau auf Weisung der Reichsbundleitung eingestellt.

Oktober 1938
"Ostmärkischer Kleingärtner", Mitteilungsblatt der Landesbünde der Ostmark im Reichsbund Deutscher Kleingärtner e. V.


1939


28.2.1939
Die Reichsregierung hat gemäß RGBl. I Seite 321 eine Verordnung erlassen, wonach in der Ostmark nach dem Tage der Verkündigung unter anderem auch die Kleingarten- und Kleinpachtlandordnung vom 31. Juli 1919 (Reichsgesetzblatt S. 1371) Rechtskraft erhält.

28.6. bis 2.7.1939
4. Reichskleingärtnertag in Wien

1.9.1939
Ausführungsbestimmungen zur Kleingarten- und Kleinpachtlandordnung für die Ostmark.

27.9.1939
Verordnung über den Kündigungsschutz von Kleingärten (RGBl. Teil I; Seite 1966).

 

 

 
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