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KLEINGÄRTNER ÖSTERREICHS

Startseite - Wir über Uns - Geschichte - 1921 bis 1930

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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1921 bis 1930 - Der Verband als Interessensvertreter etabliert

1921

 


1921


20.9.1921
Beschluss der außerordentlichen Delegierten Haupt - Versammlung des Österreichischen Verbandes der Kleingärtner und Siedlungsgenossenschaften zur Verschmelzung mit dem Hauptverband für Siedlungswesen zu einem gemeinsamen „Österreichischen Verband für Siedlungs- und Kleingartenwesen“
Geschäftsführender Obmann Adolf Müller.

Ab Oktober 1921 hieß das Mitteilungsblatt der Kleingärtner "Der Siedler". Er kostete 3 Kronen und hatte eine Auflage von 33.000 Exemplaren.


1922


Jän 1922
Schaffung der „Freien Kleingartenvereinigung“ und der „Freien Siedlervereinigung“ innerhalb des Verbandes zur Ermöglichung von Einzelmitgliedschaften.

Der Verein „Heimgarten“ in Graz besteht nun aus 11 Gartenanlagen und zwar:
Luisengarten, Viktor Franz Garten, Paulinengarten, Göstinger Au, Steinfeld mit Gödl Grund und Eckert Au, Lazarettfeld, Marien-, Fröhlich- und Stahlgasse mit 3.495 Familiengärten auf einer Gesamtgrundfläche von 418.110m².

4.3.1922
Gründung der "Klagenfurter Schrebergärtnervereinigung“.

29.7.1922
Beitritt des „Zentralverbandes der Eisenbahner – Schrebergärtner“ in den „Österreichischen Verband für Siedlungs- und Kleingartenwesen“.

Okt 1922
Gründung der Landesorganisation für Niederösterreich und Burgenland.

21.12.1922
Auflösung der städtischen Kleingartenstelle und Gründung der kaufmännisch geführten Firma „Kleingartenstelle der Stadt Wien, Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ mit der Aufgabe, die Wiener Kleingartenbewegung mit allen materiellen Bedürfnissen so gut, so rasch und so billig als möglich zu unterstützen. Leiter Garteninspektor Franz SILLER.

Inflationsproblematik im Jahre 1922:
Der Siedler kostete im Jänner 25 Kronen - im Dezember 700 Kronen. Mitgliedsbeitrag/Jahr 360 Kr. - Erhöhung ab Juli: Mitgliedsbeitrag/Jahr 6.000 Kr.


1923


17.2.1923
Gründung der „Arbeitsgemeinschaft (ARGE) der Kleingärtner- und Kleintierzüchtervereine Oberösterreichs“ durch den „Eisenbahner-kleingartenverein“, sowie den Vereinen „Erdsegen“ und „Linz – Ost“.

2. bis 9.9.1923
Wiener Kleingarten-, Siedlungs- und Wohnbauausstellung im Wiener Rathaus. Geistiger Schöpfer dieser für das Kleingartenwesen überaus wichtigen Veranstaltung war der Leiter der Kleingartenstelle der Stadt Wien, Garteninspektor Franz SILLER.

23.12.1923
Generalversammlung „Österreichischer Verband für Siedlungs- und Kleingartenwesen" Obmann Adolf Müller, Obmann-Stv. Julius Szabo, Karl Kirschner und Hans Morawitz.

1923
Kleingartenfläche in Wien 9.000.000 m²
1924 - Mitgliedsbeitrag 24.000 Kr.,
Kleingartenfläche in Wien 9.500.000 m²


1924


Der Österreichische Verband für Siedlung- und Kleingartenwesen beauftragt die Architekten seines Baubüros, Peter Behrens, Josef Frank, Josef Hoffmann, Adolf Loos und Oskar Strnad mit der Vorbereitung eines General- architekturplanes für Wien, der den Anforderungen der Kleingärtner und Siedler entspricht.

24.1.1924
Große Versammlung im Favoritner Arbeiterheim unter dem Thema „Favoritens Zukunft und die Forderung des Proletariats. – Gartenvorstädte, Dauerkleingärten, Generalarchitekturplan“.

31.1.1924
Parlament lehnt Forderung nach einem Gesetz, das den Pachtschutz für Schrebergärtner regeln soll, ab. Wird lediglich in einer Verordnung geregelt werden.

Franz SILLER, Inspektor der Kleingartenstelle und Direktor der Kleingartenstelle der Stadt Wien Ges.m.b.H. gestorben.
Franz SILLER gilt als Vorkämpfer der Kleingartenidee. Durch seine Bemühungen konnten schon in den Kriegsjahren brachliegende Gründe zur Anlegung von Kriegsgemüsegärten bereit-gestellt, Futtermittel für die Kleintiere verschafft und Baracken zur Errichtung von Schutzhäusern beigestellt werden. Mit seinem Vortrag „Vom Schrebergarten zur Gartensiedlung“ ist es ihm gelungen, dass der große Gedanke der Siedlungs- und Gartenbewegung allgemein zum Durchbruch gelangte und auch die öffentlichen Körperschaften dieser Frage ihre Aufmerksamkeit zuwenden mussten.

Franz SILLER - Fonds geschaffen. Gewährt Notstandsdarlehen für Kleingärtner und Siedler.

2.4.1924
Satzungsänderung damit Vereine in Lokalgruppen bzw. Sektionen übergeleitet werden können, damit sie rechtlich in den Verband eingegliedert werden können.

20.6.1924
Gründung der ersten Lokalgruppen (Wien XXI, Rosenhügel-Atzgersdorf, Lokalgruppe der Eisenbahner - Kleingärtner Leopoldau – Ladestelle, Mürzhofen, Wöllersdorf und Rothneusiedl

1924
Das Mitteilungsblatt der Kleingärtner
wurde auf "Der Siedler und Kleingärtner" unbenannt.


1925


18.1.1925
Generalversammlung des Österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen. Statutenänderung betreffend die Aufnahme der Bestimmungen über die Erwerbung von Konzessionen nach §10 der Gewerbeordnung (Betrieb des Schank- und Gastgewerbes).

Massenversammlung für den Pächterschutz in der Volkshalle des Wiener Rathauses.

10.5.1925
Funktionärsversammlung der Wiener Kleingärtnerschaft im Schutzhaus des Vereines Ameisbach. Kritik an der Verbandsleitung und an der Majorisierung der Siedler.

19.7.1925
Vollversammlung des Österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen

Satzungsänderungen wegen Neuorganisation:
Innerhalb des Verbandes bilden die Wiener Kleingärtner die Kleingärtnersektion, die Wiener Siedler die Siedlersektion, alle Siedler und Kleingärtner der übrigen Bundesländer die Bundessektion;

Organe des Verbandes sind:
Hauptversammlung, Verbandsvorstand, Sektionsvorstände, Überprüfungs- ausschuss;

Der Vorstand des Verbandes besteht aus dem Verbandsobmann und sechs stimmberechtigten Mitgliedern, von denen je zwei die Sektionsvorstände entsenden. Der Verbandsobmann wird durch die Hauptversammlung gewählt. (Verbandsobmann Stanislaus Schneider, Stellvertreter Josef Reissberger und Rudolf Scheckenbach).

Jul 1925
] Errichtung von SILLER – Gedenksteinen in den Schrebergartenvereinen „ZUKUNFT“ und „BRUNNSTUBE“.

5. bis 9.9.1925
Kleingarten-, Kleintier- und Siedlungsausstellung Wien-Nord.

1.9.1925
Entsendung der Vertreter der Wiener Kleingärtner in die Kleingartenbezirks-kommissionen.


1926


Jän 1926
Einführung von Schätzkommissionen zur Feststellung des Ablösebetrages bei der Weitergabe von Schrebergärten.

16.6.1926
Vollversammlung des Österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen.


1927


Jän 1927
Festlegung der ersten Dauerkleingartengebiete durch die Gemeinde Wien.

Feb 1927
Eingabe an den Bundespräsidenten wegen Ausgestaltung und Sicherung der Kleingarten – Bewegung (Kleingartenschutzgesetze).

15.5.1927
Vollversammlung des „Österreichischen Verbandes für Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“ (Verbandsobmann Josef Gogg, Stellvertreter Josef Reissberger und Emanuel Krawczyowski).

Mai 1927
Enquete im Parlament über ein Pächterschutzgesetz.

15. und 16.7. 1927
Schwere Verluste in den Reihen der Kleingärtner anlässlich der Unruhen nach dem Schattendorfer Urteil (Justizpalast-Brand).

20. bis 22.8.1927
I. Tagung des Internationalen Verbandes der Kleingärtnerorganisationen in Luxemburg.

Umbenennung der „Arbeitsgemeinschaft (ARGE) der Kleingärtner- und Kleintierzüchter- vereine Oberösterreichs“ in „Landesverband der Kleingärtner- und Kleintierzüchtervereine Oberösterreichs“ und Beitritt zum „Österreichischer Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“.

29.10.1927
Außerordentliche Hauptversammlung des „Österreichischen Verbandes für Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“. Neue Verbandsstatuen werden einstimmig beschlossen.

1927
Verpachtete Kleingartenflächen in Wien: 7.900.000 m²


1928


6.3.1928
Abbé LEMIERE, der Gründer der französischen Kleingartenbewegung (Pendant zu Dr. Schreber), verstorben.

18.5.1928
Beitritt des Oberösterreichischen Landesverbandes in die Dachorganisation.

11.5.1928
Wiener Gemeinderat beschließt neue Kleingartenordnung für Wien.

20.5.1928
Hauptversammlung des „Österreichischer Verband für Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“ ( Verbandsobmann Josef Gogg, Stellvertreter Josef Reissberger, Emanuel Krawczyowski, Severin Baier, Gustav Scheibenpflug).

Nov 1928
Stadt Linz erwirbt Grundkomplex zur Schaffung von 1.000 Dauerkleingärten.

1928
Pachtzins der Gemeinde Wien: 2 Groschen/m² und Jahr
Verbandsbeitrag 3 Schilling/Jahr


1929


8.3.1929
Der Verbandsvorstand beschließt eine „Gartenordnung“ als Empfehlung an die Vereine.

22.4.1929
Beitritt des Landesverbandes Kärnten bestehend aus der "Klagenfurter Schrebergärtner- vereinigung" in die Dachorganisation.

12.5.1929
Hauptversammlung des „Österreichischen Verbandes für Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“.

5. bis 7.7.1929
II. Internationale Tagung der Kleingärtnerverbände in Essen.

12. bis 16.9.1929
I. Kongress der österreichischen Kleinwirtschafter im Festsaal des Alten Rathauses. Folgende Entschließung wurde einstimmig verabschiedet:
„Der am 13. September 1929 im Saale des alten Wiener Rathauses tagende Erste Kongress der österreichischen Kleinwirtschafter, dessen Delegierte 32.800 Mitglieder vertreten, die im österreichischen Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (Zimmerblumenfreunde), Sitz Wien XV, Möringgasse 7, organisiert sind, stellt im Interesse der Verankerung, beziehungsweise Weiterentwicklung der Bewegung der österreichischen Kleinwirtschafter an die kompetenten Faktoren im Staat, Ländern und Gemeinden folgende Forderungen:
1. Für bereits bestehende und neu zu errichtende Kleingartenanlagen die Schaffung dauernder Bestandsmöglichkeit
2. Umwandlung der derzeitigen Schrebergartenschutzverordnung vom 17. April 1924 in ein entsprechend verbessertes Kleingärtnerschutzgesetz und besonders gesetzlichen Schutz vor willkürlicher Pachtzinserhöhung
3. Für neu zu errichtende Anlagen ein Grund- bzw. Bodenanforderungsgesetz
4. Überlassung von dem Staate, den Ländern oder Gemeinden gehörende Grundflächen zur Errichtung von Kleingarten- oder Siedlungsanlagen
5. Förderung der Siedlungsbewegung durch Beistellung billiger Kredite
6. Förderung der Kleintierzucht durch Zuerkennung von Subventionen
7. Zuerkennung der Gemeinnützigkeit und Befreiung von der Steuerpflicht, einer Bodenwertabgabe, weiter Stempel- und Gebührenfreiheit
8. Subventionierung durch den Staat, Land und Gemeinde jener Vereine und Genossenschaften, die sich mit der Jugendpflege befassen.“

Okt 1929
Überreichung des Memorandums an die Bundesregierung.

17.11.1929
Außerordentliche Hauptversammlung des „Österreichischen Verbandes für Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter.

1929
252 Vereine, 32.600 Mitglieder - Verbandsbeitrag 4 Schilling/Jahr


1930


Mär 1930
Im 6. Wiener Gemeindebezirk verschwinden die letzten Kriegs- gemüsegärten der Inneren Stadt.

14.3.1930
Die Delegiertenversammlung beschließt die Pachtverträge der einzelnen Vereine in die zentrale Verwaltung des Landesverbandes überzuführen.

25.5.1930
Hauptversammlung des „Österreichischen Verbandes für Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“. Antrag des Vereines „Ameisbach“ auf Trennung des Verbandes in einen Kleingärtner- und Siedlerverband abgelehnt.

11. bis 19.10.1930
Große zentrale Obstbauausstellung in Weigl´s Antoniussaal (Dreherpark).

 

 

 
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